postapokalypse overthrown

eine dystopie aus worten.

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kein wehrdienst für _ktx

heute übereilten mich exzellente nachrichten, ich bin nunmehr nicht wehrdienstfähig und werde auch nicht eingezogen, und das kreiswehrersatzamt entschloss sich, mir dies in einem brief endlich kundzutun.

mich überkam daraufhin eine überaus erhebende laune und ich verbrachte den tag sehr angenehm, obwohl mittlerweile auch die gez auf mich aufmerksam geworden war.

erschreckend, denn sie wissen soviel von mir wie dieser beitrag sinnlosen text enthält. der author verzieht sich indes zurück an die gitarre.

-K

neue menschen - neue götter?

in der skurrilen gedankenwelt fremder tastaturen und pc's entsteht die neue geschichte. die grundlagen sind dieselben, die alten vertrauten tastenschläge schliessen die folienschaltkreise, über usb übertragen in meinen nexus - die postapokalypse.

die spinnenfäden abstauben, die sidebar ein wenig polieren - auf ein neues? schon wieder?

vor allem, da das vermeintlich 'neue' de facto etwas wohlbekanntes ist, in neuem gewand. das leben, das nexion nr. 218, etwas nach wie vor begrenzendes. und aus meinen träumen schöpfe ich keine kraft mehr, sie laugen mich eher aus und lassen mich verwelkt erwachen, ich habe angst, wenn ich das morgen sehe, und dann wieder keine. denn angst lässt sich formen, zu wutklumpen oder granitenen hasssteinchen, von denen man in den üblen zeiten zehrt und sich besinnt, in seiner vollkommenheit, auf den schmelzpunkt des gewesenen, des seienden und des ist. und am ende steigt man aus den trümmern des planeten auf, erhebt sich und bürstet sich den gröbsten dreck ab, indem man mit anlauf in eine hecke springt.

oder man stellt sich einer biologischen sammlung zur verfügung, ein menschliches skelett braucht schliesslich jeder.

wie es auch sein wird, es wird morgen sein. lässt jetzt gerade zeit für den regenerativen standby-zustand, in den mein körper ab und an fällt. und die traumlosen träume, in denen mich cthulhu zum kaffee besucht, obwohl ich nur tee habe und er darüber so unglücklich ist, dass er mir aus gram ein bein abkaut, obwohl er viel mehrbessere tentakeln hat als ich beine und ich somit meine extremität für mich wertvoller ist.

macht auch nichts, dafür gibt's tintenfischringe als snack hinterher. gut, wenn man die axt in der küche stehen hat, gleich neben dem messerblock, der eigentlich weniger ein messerblock ist als ein holzbrett, in welches die messer nach benutzung gerammt werden.

heile küche - heile welt. man liest sich.

-K

weil es so treffend ist, dass es schmerzt

removal of the eyes gives my heart a saddened chill
i preserve them in formaldehyde to gaze upon at will
how their greenish flecks befell me that starlit winter's night
i lost all that I ever was while locked within their sight

before you sits a broken man, your fragile pinkish heart in hand
peculiar how it can hurt so bad while love is only in the mind
i sew the gaping chestwound, each thread is made with love
the bosom where I would rest my face is covered in your blood

i interrupt this transformation, a familiar lust swelling in me
a long and soulful kiss, the shades are drawn, the living world can't see
the coil of entrails, how curious the smell,
so pungent to my eager nostrils, hands further compelled

i could never let you go
my darling, cold and blue
i wonder are you dreaming still
spread eagled, blood removed
i weave the sucking trocar
beneath your bruising skin
tonight i'll lay beside you darling
in necromantic sin

pinned to the bed sheets like a precious butterfly you're mine
i hear your voice, so precious, echoing deeply inside
i did my best to love you while you did live and breathe
this tender taxidermy trophy of the bereaved
the black dahlia murder - deathmask divine

-K

traumseil

einsamkeit und weltenschmerz treiben ihre dorn'gen ranken
in die mein'ge welke seele, düsterschwer mein toter schritt
will es packen, dieses leben, zornig wüst es auszuquetschen
zu dem sternenstaub gesellen, der in jenes zimmer tritt
es brennt licht in kleinen fenstern, wo wie ratten in dem käfig
menschen hoch im himmel hausen, dürstend ob der staub'gen luft
in den köpfen horror vacui, in den augen die verderbnis,
bitternis der eklen worte, fäulnis in dem seichten blut,
wie der klang der der stummen stimme, rotes gold durchdringt die sinne,
die ein samten wolken wind wüst in der sturm'nen seele sucht
runke bilder im gehirne von bewachs'nen fels'nen träumen
in der tasche die erkenntnis dieser niederträcht'gen sucht,
die wie eine schwere kette meine weissen glieder fesselt,
meinen klammen schwachen körper bindet an die existenz,
tief hinabzieht in die gänge längst verlass'ner gruftverliese,
die man nur aus kühlem feuer schon verflog'ner sagen kennt
greifen nach dem licht im tunnel, wetterschwärend wolkenhimmel,
seidene geschwürgedanken trüben sanft den kalten blick
eis blüht in dem stolzen herzen wie auf matten seelenspiegeln
in den köpfen die erkenntnis an den schweren dicken strick,
der das kranke denken hindert und den kopf an äste bindet,
um das seien abzulindern, windet die schlinge um den hals,
in den wipfeln die erfahrung dieser eis'gen winterwinde,
in dem nacken die empfindung meines schweren, tiefen falls...

-K

ardéche 2009 - zelten in südfrankreich

die nacht. der sternenkalte himmel
gähnt abgründig das weite maul
es bläht sich dünnes mondgerinnsel
und nimmt mein wesen in sich auf
der eiterwind bekränzt die köpfe
der nebeltoten auf dem karsten berg
sie zieh'n umher und spein' und klopfen
den baumtrünken die sargfinger ins herz
ich liege wach, und über krüppelwipfeln
haucht laut ein waldkauz sein einsilbig' lied
irgendwo neben mir des flusses tröpfeln
der sich in schneisen in das land verzieht
ich fasse mir an das gewelke haare
die mäandern meine kühlke narbenstirn
die glühwürmchen umkreisen mich im paare
und wünschen mir, ich möge diese nacht erfrier'n.

-K

nur so.

ich frage mich, nur so, warum manche überhaupt einen blog führen. um ihr kleines blödes leben aufzuzeichnen? ich verwende ihn zumindest auch, um mehr oder minder künstlerisch tätig zu sein. klar, es gab und es gibt von zeit zu zeit sendepause, und ich habe auch schon zeitweise aufgehört zu schreiben, weil einfach alles mies war und ich über nichts anderes hätte schreiben können. ich persönlich verfolge mit diesem blog auch das ziel, kreativ-schöpferisch tätig zu sein und meinen schreibstil zu verbessern, aber manchen blogs möchte man nur zu gerne jeglichen sinn absprechen, ausser eben den, über des authoren langweiliges kleines blödes leben zu berichten, wer auch immer sich dafür interessieren mag.

wie dem auch sei, ich rate dem nicht hier zu nennenden menschlein, einzupacken und 'runterzuschlucken, und beim nächsten mal kleinere bissen zu nehmen, auf dass nicht alles wieder hochkommt.

-K [immer gern polarisierend]

tesserakt

ich glaube an die feder, mit der ich die qualen niederschreibe
sie ist ein scharfes messer, mit dem ich mir in den körper schneide
nur solang' mein blut fliesst, weiss ich, dass ich leben in mir trage
tinte auf papier, ich schreie immer wieder meinen namen
nichts ist mir geblieben von der sonne meiner frühen jahre
eine leere hülle ist mein fleisch und stumpf sind meine augen
leichentuchbedeckt die grau-zu-schwarz zerlauf'nen alten fragen
farbenfroher rausch der einsamkeit, die ich erwählt ertrage
weiss die wände meiner wohnung, wahnsinn wende meines geistes
zartbenebelt meine sinne von dem duft der licht'nen pflanze
weisser rauch umspielt die wangen, abbild wundgeword'nen fleisches
und in spiegel kalter augen fangen schatten an zu tanzen
glas'ner regen, grauer himmel, greulich schwarze horizonte
schwarzverzierte landschaftsbilder graphisch im fraktal zerrissen
stehen auf den eig'nen füssen, suchen langgekannter orte
an denen noch immer in mittsommerhöhlen raben nisten
wie im nachttraum dunkle ahnung von verderbnis jener pfade
die der leise wind durchstreift auf blassen, dürren beinen
bläst die gischt des nebelregens aus wie kerzen jener ahnen
die in torf'nen frühlingssümpfen eines graus'gen todes starben
hier in tälern der begierde stumpft ein süsser duft die schmerzen
sucht sich seine lebensweisheit in dem rausch der jungen wiesen
kommt hervor im lebensblute dieser ewig alten täler
um dann mit dem klaren wasser stürmisch schäumend hinzufliessen...

-K
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